Bad times for good news!
Tom Ising
HERBURG WEILAND
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Hochschule München
Fakultät für Design
KD FD ID
Sommersemester 2020

via Zoom
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Bad times for good news!

Gute Nachrichten sind nicht mehr gefragt. Wohin man schaut dominieren „bad news“ die Medien, die Gesellschaft und die Gedanken der einzelnen Menschen und schüren so Ängste und Hysterie. Der Welt im Schatten des Corona-Virus geht es so schlecht wie nie zuvor – könnte man denken wenn man die täglichen Headlines liest. Aber viele Studien beweisen das Gegenteil: Armut, Mangelernährung, Kindersterblichkeit, Rassismus, Krankheiten und Krieg sind in den letzten Jahrzehnten deutlich zurückgegangen. Gleichzeitig haben sich Themen wie Gleichberechtigung, Lebenserwartung, und die Demokratisierung der Welt positiv entwickelt. All das bestätigen Daten und Fakten die oft im krassen Gegensatz zu den gefühlten Wahrheiten stehen, die sich populistisch sehr einfach vermarkten und verbreiten lassen. Die gute Nachricht ist langsam und behäbig, die „bad news“ dafür schnell und populär und deshalb auch so verführerisch.

„Wir brauchen weniger Hysterie, mehr Klarheit und die richtigen Prioritäten“, sagt Yuval Harari im Stern. Steven Pinker fordert in seinem Buch „Aufklärung jetzt“ Vernunft, Wissenschaft, Humanismus und Fortschritt als unverzichtbare Bedingungen für unser aller Wohlergehen und als Gegenentwurf zu Hass, Populismus, Unvernunft und Wissenschaftsfeindlichkeit und belegt diese Entwicklungen mit vielen Studien und Beispielen.

Die gute Nachricht braucht eine Renaissance, um gegen den gefährlichen Populismus im postfaktischen Zeitalter bestehen zu können und auf Basis einer faktenbasierten Kommunikation die Wahrheit erzählen zu können.

Wir brauchen keinen Optimismus, sondern Factfulness*.

Die Aufgabe

Wir als Designer stehen in der Verantwortung und haben die Mittel der guten Nachricht wieder auf die Beine zu helfen, um den Menschen so ein größeres Vertrauen in die Fakten zurückzugeben. Im Designprojekt „Bad times for good news!“ geht es um die Vermittlung und Erlebbarmachung der Fakten und guten Nachrichten, um so fundamentalen, populistischen und radikalen Kräften und ihrer Lügen entgegenzuwirken. Es werden Narrative und Stories gesucht, die das schaffen können. Wie kann die gute Nachricht überzeugend und attraktiv vermittelt werden? Wie können wahre Fakten ansprechend und interessant präsentiert werden?

Die Umsetzung

Eine Imagekampagne, Infografiken, ein Buch, das die guten Nachrichten spannend aufbereitet, ein Fotoessay, eine aufklärerische Skulptur auf dem Marienplatz, eine Social-Media Kampagne, eine App, eine Illustrationsreihe, eine regelmäßig erscheinende Publikation, alles ist denkbar. Die Medien und Werkzeuge sind dabei frei wählbar.

Das Vorgehen

Recherche — Konzeption — Gestaltung — Umsetzung — Präsentation